[mac] MacJournal im Test
(Achtung, dieser Artikel befindet sich noch in der Entwicklung! Deshalb ist er auch „halbfertig“ hochgeladen)
Da ich mir grade überlege, das aktuelle MacHeist Paket zu kaufen hab ich mir mal MacJournal von Mariner Software zum Testen heruntergeladen. Zum wirklichen „Tagebuch schreiben“ benutze ich zwar bisher sehr zufrieden den Journler, dessen Entwicklung wurde aber eingestellt und somit sollte ich mich auf die Zukunft bezogen vielleicht nach einer Alternative umsehen.
Der erste Eindurck
Startet man das Programm zum ersten Mal haut es einen nicht grade vom Hocker. Es präsentiert sich ein typisches Mac-Fenster in der aus iTunes und Co gewohnten Spaltenansicht. Bisher ist ein Journal (im Screenshot schon ein Zweites von mir..) eingetragen mit einem kleinen Willkommens-Dokument.

Tagebuch schreiben kann man denke ich relativ gut mit dem Programm. Bisher kann ich dazu aber noch relativ wenig sagen. Es ist zumindest leicht möglich irgendwelche Texte zu verfassen und auch Bilder und andere Dokumente hinzuzufügen. Auch sperren/verschlüsseln ist möglich und auch das Aufzeichnen und Einbinden von Video oder Audio geht problemlos.
Bloggen beherrscht die Software leider lange nicht so gut. Ein Blog an sich ist schnell angelegt: Man erstellt ein neues Journal und gibt im Inspektor unter „Dokument-Blog“ „Eigenes“ an.

Soweit so gut. Nun muss man die URL seines Blogs eingeben und die Software erkennt so ziemlich alle Einstellungen und gibt zB. auch an, wo man entsprechende Protokolle im Webinterface der Blogsoftware (in meinem Fall Wordpress) ändern kann. Das ganze ist sehr einfach und vorbildlich umgesetzt. Unter den „Optionen“ beim letzten Schritt (s. Bild 3) kann man dann noch einen alternativen Upload-Server für Bilder angeben. Über zwei Klicks kann man sich nun auch noch die alten Beiträge downloaden lassen.
Neue Blog-Einträge kann man nun relativ intuitiv verfassen. Einige „gängige“ Funktionen sucht man allerdings erstmal eine ganze Weile:
Ich wollte gerne einen Link hinzufügen. Mein erster Anlaufpunkt war die Symbolleiste oder der Inspektor: Fehlanzeige. Dann hab ich im Kontextmenü gesucht und wurde auch hier nicht fündig. Erst im Menü hab ich nach einigem Suchen dann den richtigen Eintrag und die dazugehörige Tastenkombination „cmd + K“ entdeckt. Über diesen Menüpunkt erscheint dann ein Fenster in dem man die URL oder einen internen Verweis angeben kann. Mehr Einstellungsmöglichkeiten tun sich hier leider nicht auf.

Bilder hochladen gestalltet sich prinzipiell einfach, allerdings bleibt es auch dabei. Man zieht die Bilder einfach über Drag und Drop in den Eintrag hinein und kann sie dann auch per Maus oder Kontext-Menü skalieren. Das Bild wird dann in komprimierter und skalierter Form hochgeladen. Das sieht dann leider oft ziemlich mies aus (s. „Testbild“ bei 25%). Ein verlinken auf die Orginal-Datei ist leider nicht möglich.
Zudem wird für den Upload grundsätzlich das JPEG Format verwendet, dass keine Transprenz beherrscht. Somit sehen Screenshots von Fenstern mit Schatten zB (s.u.) etwas doof aus mit dem weißen Rand.
Das Hochladen ist wie zu erwarten auch sehr einfach und geschieht durch einen einfachen Klick auf den Menüpunkt „Veröffentlichen“-> Senden an „Name des Blogs.“ Nun kann man noch die Kategorie(n) auswählen und schon gehts los.
Davon, dass das Programm tatsächlich den Eintrag hochläd, bekommt man erst was mit, wenn man das „Aktivität“-Fenster anzeigt. Ansonsten geschieht alles im Hintergrund und wird man via Growl über den Erfolg informiert. Auf Wunsch öffnet sich danach auch der Blog im Browser.
Ansonsten sei noch erwähnt, dass man Einträge auch im Vollbildmodus bearbeiten kann. Die Einstellungsmöglichkeiten sind im allgemeinen ziemlich ausgedehnt und besondern in Sachen Sicherheit kann man das Programm sehr genau auf die eigenen Wünsche anpassen. Was die Einstellungen für Blogs usw. angeht sieht es hingegen sehr lau aus: Man findet sage und schreibe keine Einstellungsmöglichkeit hierzu in den Einstellungen.
Online im Wordpress Administationbereich kann man dann noch erkennen, dass die Software bei jeder Änderung in der Größe der Bilder sie neu hochlädt und die alten nicht löscht wodurch sich relativ viele Dateien ergeben.
Fazit:
Für Tagebuchschreiber ist das Programm denke ich ziemlich gut, vielleicht aber schon etwas zu Funktionsreich. Ich werde es dennoch mal etwas auf meine Bedürfnisse anpassen und ausprobieren. Allen, die wenig Anforderungen haben und einfach ein gutes, solides, praktisches Tagebuch haben wollen sei an dieser Stelle Journler empfohlen, mit dem Hinweis, dass die Entwicklung allerdings eingestellt wurde.
Für Blogger ist das Programm meiner Meinung nach nur sehr bedingt geeignet. Wer nur Text und vereinzelt mal ein Bild bloggt findet vielleicht durchaus gefallen an der Software. Für Leute wie mich, die gerne auch mal viele Screenshots anfügen, Thumbnails benutzen die auf die „großen Bilder“ verlinken um Platz zu sparen usw. ist das Programm völlig ungeeignet. Für diesen Eintrag habe ich sämtliche Bilder (mit Ausnahme des „Testbilds“) neu hochladen müssen. Das Zweitersparnis relativiert sich somit.
Was unter anderem Fehlt:
- Status für Upload von Blogeinträgen
- Mehr Einstellungsmöglichkeiten für Links (im neuen Fenster öffnen usw)
- Thumbnail-Support für Bilder und mehr Einstellungsmöglichkeiten (css, floating, boarder usw)
- Stichwort-Support
- Möglichkeit, Bilder zu beschriften (zB. für Lightbox)
Was allerdings positiv erwähnt sein will, ist die Einfachheit des Programms: Ich würde behaupten, dass sogar ein Laie mit dieser Software relativ schnell umgehen kann.
Vielleicht schreib ich bald nochmal mehr drüber, wenn ich das Programm weiter getestet habe.


























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